KLONK: Gedächtnisverstörung

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Preisliste zur Ausstellung

Gedächtnisverstörung ist die zweite Ausstellung des Duos KLONK nach Grünstreifen (Galerie Extrawurst, Augsburg 2017). Während die letzte Ausstellung aus Rauminstallationen mit akustischer Komponente bestand, enthält Gedächtnisverstörung erstmals Arbeiten ganz ohne Klang. Allerdings bilden Klang-Speichermedien wichtige Bestandteile von einigen der ausgestellten Bild- und Objektserien. Als Erinnerung an die Ausstellung erschien am 08. Februar 2020 das Download-Album Memories To Go auf gebrauchtemusik.bandcamp.com. Im Rahmen der Finissage am 16. Februar 2020 war es in der Ausstellung öffentlich zu hören.

Für die Unterstützung beim Rahmenprogramm bedanken wir uns ganz herzlich bei Sebastian Kochs für die Eröffnung,

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Sebastian Kochs (Mitte) mit KLONK bei der Vernissage am 08.02.2020 (Foto: Martina Vodermayer)

Julia Zemanek aka The Bassenger für ihr Konzert bei der Vernissage,

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The Bassenger live bei der Vernissage am 08.02.2020 (Foto: Martina Vodermayer)

Annekatrin Gehre und ihren Kolleg*innen von Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself, Claudia Zerbe und Doris Kettner vom KompetenzNetz Demenz und Dr. Barbara Wolf vom Architekturmuseum der Technischen Universität München. Für technische und logistische Hilfe danken wir Gerti Papesch sowie Sascha Stadlmeier und seinem Label attenuation circuit.

Vom Schwarz zum Nichts / Pinocchio vs. The Mixtape / Sewing Sound / 3 in 1

Auf der Einladung zur Ausstellung ist eine (defekte) Tonbandkassette zu sehen. Speichermedien wie Fotos, Ton- oder Datenträger scheinen sich als symbolische Objekte wie von selbst anzubieten, wenn es um Erinnerung geht. Im Englischen werden das menschliche Gedächtnis und der technische Speicher ja sogar mit ein und demselben Wort bezeichnet: „memory“. In Wirklichkeit „hat die lange Zeit gängige Vorstellung, Erlebnisse und Erinnerungen würden im Gehirn wie in einem Computer gespeichert und wären – vorausgesetzt, man verfügt über die richtigen Passwörter und Aufrufbefehle – aus diesem Speicher wieder abrufbar, mit der Funktionsweise des Gedächtnisses, soweit sie bis heute entschlüsselt ist, nicht allzu viel zu tun.“1 Daher wirft eine Arbeit wie die fünfteilige Serie Vom Schwarz zum Nichts die Frage auf, ob es eine Grenze der Externalisierung und Virtualisierung von Gedächtnisinhalten gibt. Gibt es einen Punkt, an dem so viele Informationen aus unseren Gehirnen in eine diffuse Wolke ausgelagert sind, „dass wir das Denken verlernen“2, wie manche Experten befürchten? Brauchen wir letzten Endes nicht doch Objekte, in denen wir unsere Erinnerungen verankern können?

 

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„Vom Schwarz zum Nichts“

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„Vom Schwarz zum Nichts“ – Detail (Foto: Gerhard Detzer)

Klangspeichermedien finden auch in anderen Arbeiten der Ausstellung Verwendung. Das ist nicht nur ein Verweis auf die früheren Arbeiten von KLONK, die vorwiegend im Bereich Klangkunst angesiedelt waren, sondern hat auch inhaltliche Gründe. Schallplatten und Tonbandkassetten haben ein hohes Potenzial, bei unserer Generation (und der unserer Eltern) Gefühle und Assoziationen auszulösen. Was uns hier an diesen Speichermedien interessiert, ist nicht die technische Möglichkeit, Musik darauf zu speichern. Interessant ist vielmehr, dass gerade solche Musik-Objekte durch ihren sozialen Gebrauch für viele Menschen oft auch mit vielen eigenen Erinnerungen aufgeladen werden – die lebensverändernde Schallplattte, das Mixtape für die erste Liebe oder gute Freund*innen sollen hier als Stichworte genügen. Es handelte sich dabei nicht nur um Klang-Objekte (also die Musikstücke, die man hört), sondern um sichtbare, greifbare Gegenstände, die nicht ohne visuelle Komponente auskamen – vom aufwendigen künstlerischen Plattencover bis zur Beschriftung oder wahlweise liebevoll gebastelten Gestaltung der selbst aufgenommenen Kassette. Mit diesen Aspekten beschäftigen sich die zweiteilige Arbeit Pinocchio vs. The Mixtape,

die Serie Sewing Sound 

sowie die dreiteilige Arbeit 3 in 1. Für das Material zur letztgenannten Arbeit danken wir Brigitte Fiebig.

Krapp’s Domino

Das Vergessen (oder treffender: der Verlust von Erinnerungen) steht im Fokus der Arbeit Krapp’s Domino. Tonbandkassetten sind in dieser Rauminstallation so angeordnet, dass durch den Domino-Effekt die folgenden umfallen, wenn man eine anstößt. Der andere Teil des Titels spielt auf Samuel Becketts Stück Krapp’s Last Tape an (auf Deutsch: Das letzte Band). Der alte Krapp, die einzige Figur, hört sich darin Tonbänder an, die er in früheren Phasen seines Lebens als akustische Tagebücher aufgenommen hat. Im Fall von Krapp’s Domino sind die Kassetten Arbeitsmaterialien aus der akustischen Arbeit von Gerald Fiebig nicht nur vor der Gründung von KLONK, sondern in vordigitaler Zeit, also vor allem aus den 1990er-Jahren. Das Theaterstück Krapp’s Last Tape ist eine Meditation über Gedächtnisverlust – Krapp findet sich nur mit Mühe in seinen vielen Tonbandspulen zurecht –, aber auch über das Loslassen-Können von Vergangenem, das sich erledigt hat. Krapp’s Domino macht dieses Loslassen (und Weitergehen) zusammen mit dem Publikum der Ausstellung wiederum zu einer sozialen Erfahrung. Jede*r Besucher*in findet auf den Kassetten einen Link zu dem neuen Album Memories To Go von KLONK und kann sich eine beliebige Anzahl Kassetten mitnehmen. (Das Titelstück des Albums ist der Live-Mitschnitt einer Performance mit einer zufälligen Auswahl der Kassetten, die bei der Vernissage stattfand.)

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Live-Performance „Memories To Go“ (Foto: Martina Vodermayer)

„Aber ich wünsche sie nicht zurück. […] Nein, ich wünsche sie nicht zurück.“3 Vielmehr bitten wir für die mitgenommenen Kassetten am Ausgang um eine Spende, die wir an die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)4 weitergeben werden. (Im Lauf der Ausstellung kamen auf diese Weise 180,- Euro an Spenden zusammen, die am 17.02.2020 an die AFI überwiesen werden konnten.)

An was man sich alles erinnert nach so einer Zeit

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„An was man sich alles erinnert nach so einer Zeit“ (Foto: Gerhard Detzer)

Alzheimer-Demenz ist auch der thematische Rahmen für die Rauminstallation An was man sich alles erinnert nach so einer Zeit. Ein Großteil der in der Arbeit verwendeten Objekte stammt aus dem Nachlass von Gerald Fiebigs Großmutter Friederike Brenner (1923–2019), die in ihren letzten Lebensjahren an Demenz erkrankte. Der im Titel unserer Ausstellung aufscheinende verstörende Charakter dieser Krankheit beruht nicht nur darauf, dass scheinbar selbstverständliche und grundlegende Dinge nicht mehr erinnert werden. Ebenso verstörend für das Bild einer kohärenten Persönlichkeit wirkt das plötzliche Hervortreten von Erinnerungen an vergessen geglaubte oder verdrängte Lebensphasen und das für Außenstehende oft völlig unverständliche Ineinanderfließen von biografischen Zeitebenen. Auch das wirkt weniger wie ein simples Vergessen, sondern eher wie die Konstruktion einer (Parallel-) Realität aus den Fragmenten, über die man noch verfügen kann. Diese Rätselhaftigkeit, die eine der großen Herausforderungen für die Angehörigen von Demenzpatient*innen darstellt, ist das Thema der Arbeit. Die Erfahrung dieser Rätselhaftigkeit und oft auch Ratlosigkeit will die Arbeit auch für die Betrachter*innen ermöglichen.

Zur Thematik der Arbeiten Krapp’s Domino und An was man sich alles erinnert nach so einer Zeit fand im Rahmen der Ausstellung am 13.02.2020 die Veranstaltung Demenz: die hellen und die dunklen Seiten dieser Gedächtnisverstörung mit Claudia Zerbe und Doris Kettner vom KompetenzNetz Demenz statt.

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Claudia Zerbe (links) und Doris Kettner bei der Veranstaltung am 13.02.2020

Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz erkennen (für Martin Kippenberger)

KLONK_IchKannBeimBestenWillen_SerieWenn „das kollektive Vergessen ein anderes ist als das vereinzelte“5, dann gilt das selbstverständlich auch für das kollektive und das vereinzelnte Erinnern. In Zeiten, in denen ein antifaschistischer Minimalkonsens bezüglich der Verbrechen des Nationalsozialismus anscheinend sogar schon von rechtsextrem eingestellten Geschichtslehrern sabotiert werden kann6, erscheint es naiv bis gefährlich, wenn man annimmt, ein Nazi-Gebäude sei für jede*n Betrachter*in automatisch, also ohne weitere Problematisierung der Herkunft des Gebäudes, ein Mahnmal (und nicht etwa eine Kultstätte). Auf diese Problematik verweist die Arbeit Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz erkennen (für Martin Kippenberger).

Das für die Serie verwendete Foto zeigt ein Detail des Gebäudes Reinöhlstraße 72 in Augsburg, heute eine Dienststelle der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. „Die große Fassadenskulptur der Giebelseite – ein steinerner Reichsadler – blieb bis auf die Entfernung des Hakenkreuzes nach 1945 bis heute unverändert.“7 Der Titel ist eine Hommage an das 1984 entstandene Gemälde „Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken“ von Martin Kippenberger (1953–1997)8.

Zu dieser Arbeit fand im Rahmen der Ausstellung am 14.02.2020 unter dem Titel Wo ist der Haken? Vom Umgang mit architektonischen Spuren der NS-Zeit ein Kurzvortrag mit anschließendem Gespräch mit Dr. Barbara Wolf vom Architekturmuseum der Technischen Universität München statt.

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Vortrag von Dr. Barbara Wolf am 14.02.2020

Da waren’s nur noch neun

Im kulturellen Gedächtnis – etwa in Gebäuden, Denkmälern, Straßennamen, in der stereotyp-abwertenden Darstellung von ‚Fremden‘, z.B. Schwarzen Menschen9, und nicht zuletzt in der Sprache – hat auch der Kolonialismus in Deutschland seine Spuren hinterlassen. Anders als (derzeit noch) im Fall des Nationalsozialismus gibt es jedoch in der deutschen Mehrheitsgesellschaft in Bezug auf den (deutschen) Kolonialismus nur ein sehr geringes Problembewusstsein. Das scheint einer Bagatellisierung der Repression und Ausbeutung in den deutschen Kolonien Vorschub zu leisten bzw. der Weigerung, sich überhaupt damit auseinanderzusetzen, dass für Menschen mit afrikanischer Herkunft die Verwendung kolonialistischer Begriffe und anti-Schwarzer Stereotype die negativen Erfahrungen kolonialer Unterdrückung fortschreiben kann. Während solche Erfahrungen in Afrika Teil der kommunikativen Überlieferung in unzähligen Familiengeschichten mit durchaus bis in die Gegenwart reichender Brisanz sein dürften, scheint ‚der Kolonialismus‘ für einen Großteil der deutschen Gesellschaft eine ungreifbar ferne, für das Heute nicht mehr relevante Vergangenheit zu sein. Polemisch zugespitzt, ist die Kolonialherrschaft des deutschen Reichs, die vor nur wenig mehr als 100 Jahren endete, anscheinend genauso fern wie die ersten deutschen Kolonialunternehmungen nach Südamerika von Bartholomäus Welser – obwohl beide in mehr oder minder direkter Konsequenz in den Völkermord führten. Die Arbeit Da waren’s nur noch neun (der Titel und die Anzahl der verwendeten Objekte beziehen sich außer auf einen rassistischen Zählreim10 auf Berichte, dass eines der in der Installation verwendeten Produkte inzwischen nicht mehr hergestellt werde11) stellt sozusagen Schnappschüsse von (oft in Augsburg angesiedelten) Schauplätzen dar, an denen – mit jeweils unterschiedlichem Ausgang – um die Dekolonisierung unseres kulturellen Gedächtnisses gerungen wird. „Als Ergebnis solcher Deutungskämpfe kann sich ein breiter Konsens hinsichtlich wichtiger historischer Ereignisse herausbilden“12 – und im Hinblick auf die Zukunft unserer Gesellschaft scheint es doch mehr als wünschenswert, einen Konsens darüber zu erzielen, dass die Unterdrückung, Ausbeutung und Vernichtung von Menschen in jeder Phase der Geschichte zu betrauern und zu verurteilen ist.

Zu dieser Arbeit fand im Rahmen der Ausstellung am 12.02.2020 unter dem Titel Rassistisches Dreikönigstreffen? eine Diskussionsveranstaltung mit Mitgliedern der Gruppe „Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself“ statt.

Veranstaltung Decolonize Yourself - Foto Augsburg Postkolonial

Diskussion mit Mitgliedern von „Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself“ am 12.02.2020 (Foto: Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself)

Über KLONK

KLONK sind Tine Klink und Gerald Fiebig (beide Jahrgang 1973). 2017 präsentierten sie ihre erste Ausstellung Grünstreifen in der Galerie Extrawurst, Augsburg, und veröffentlichten die CD For the Birds auf dem Label Recordings for the Summer. 2018 war ihre Klanginstallation Klangdüker in Augsburg im St.-Jakobs-Wasserturm (im Rahmen der Langen Nacht des Wassers) und im Maximilianmuseum zu hören. 2019 gestalteten sie die musikalische Umrahmung für die Ausstellung Bien von Maximilian Prüfer in der Schwäbischen Galerie in Oberschönenfeld. KLONK leben und arbeiten in Augsburg-Pfersee.

Unsere Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen

Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself: https://augsburgpostkolonial.wordpress.com

KompetenzNetz Demenz: http://www.mit-alzheimer-leben.de
Architekturmuseum der Technischen Universität München: http://www.architekturmuseum.de

Sebastian Kochs: https://soundcloud.com/the_creeping_candies

The Bassenger: https://soundcloud.com/lady-morph

Sascha Stadlmeier: https://emergeac.wordpress.com | http://www.attenuationcircuit.de

Gerti Papesch: http://www.gerti-papesch.de

1Harald Welzer: Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. München: 4. Auflage 2017, S. 20

2kut: Bildung [auf der Themenseite: Was macht das Internet mit uns?]. Süddeutsche Zeitung Nr. 297 (24./25./26. Dezember 2019), S. 21

3Samuel Beckett: Das letzte Band. In: ders.: Dramatische Dichtungen. Band 2. Frankfurt/Main 1964, S. 109

4Diese Initiative fördert die medizinische Forschung zur Therapie der Alzheimer-Krankheit. Sie beschreibt ihre Arbeit wie folgt: „Wir fördern Projekte in der klinischen Alzheimer-Forschung sowie in der Ursachen- und Diagnoseforschung. Jeder Forscher einer deutschen Universität oder eines öffentlichen Instituts kann einen Antrag auf Fördermittelvergabe stellen. Über die jährliche Vergabe der Fördermittel entscheidet unser Wissenschaftlicher Beirat. Seit der Gründung konnten wir bisher 288 Forschungsaktivitäten mit über 11,2 Millionen Euro unterstützen. Die AFI ist heute der größte private Förderer der Alzheimer-Forschung in Deutschland. […] Wir bekommen kein Geld von der Pharmaindustrie oder vom Staat. So können wir unabhängig von unternehmerischen Interessen und staatlicher Einflussnahme Projekte fördern, die wir für elementar und aussichtsreich halten.“ (www.alzheimer-forschung.de/ueber-uns/wer-wir-sind/, abgerufen am 31.12.2019)

5Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land. Stuttgart 2019, S. 191

7Michaela Haibl: Somme-, Arras- und Panzerjäger-Kaserne. In: Winfried Nerdinger in Zusammenarbeit mit Barbara Wolf und Alexandra Schmid (Hg.): Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit. Berlin 2012, S. 112

8Zur Bedeutung des Gemäldes siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_kann_beim_besten_Willen_kein_ Hakenkreuz_entdecken, dort auch ein Link zu einer Abbildung des Werks (abgerufen am 05.01.2020)

9Wir benutzen die von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. verwendete Großschreibung von ‚Schwarz‘ [und analog dazu auch von ‚Weiß‘], „um zu verdeutlichen, dass es sich um ein konstruiertes Zuordnungsmuster handelt und keine reelle ‚Eigenschaft‘, die auf die Farbe der Haut zurückzuführen ist. So bedeutet Schwarz-sein in diesem Kontext nicht nur, pauschal einer ‚ethnischen Gruppe‘ zugeordnet zu werden, sondern ist auch mit der Erfahrung verbunden, auf eine bestimmte Art und Weise wahrgenommen zu werden.“ (https://www.neues-deutschland.de/artikel/1037585.nichtbetroffene-bestimmen-was-rassismus-ist.html, abgerufen am 05.01.2020).

12Bernward Anton: Die Erinnerung an die Revolution. In: Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V. (Hg.): Revolution in München. Alltag und Erinnerung. München 2019, S. 89

Auch du, SchusterhAUS – Filmsoundtrack

Auch du, SchusterhAUS from Martina Vodermayer on Vimeo.

„Der Bagger geht um im Augsburger Textilviertel: Nach dem GärtnerhAUS muss das SchusterhAUS einem Neubau weichen. Ende 2016 wird das historische Färbereigebäude von der Bäckerei Schuster aufgegeben und im Frühjahr 2017 in knapp drei Wochen dem Erdboden gleichgemacht. Einen Eintrag in die Denkmalliste gab es für das Schusterhaus nicht. Dafür sind seine letzten Wochen gut dokumentiert und nun im knapp 7-minütigen Stop-Motion-Video mit kurzen Live-Sequenzen zu sehen. Bild + Schnitt (c) 2018 Martina Vodermayer (martavictor.design) – Soundtrack (c) 2018 Gerald Fiebig“

Grünstreifen – Klang- und Rauminstallationen von KLONK (Tine Klink & Gerald Fiebig) in der Galerie Extrawurst, Augsburg

KLONK (Tine Klink und Gerald Fiebig)
Grünstreifen
Klang- und Rauminstallationen – Upcycling-Kunst
Galerie Extrawurst, Augsburg, 07. Mai bis 18. Juni 2017

KLONK ist der Sammelname für unsere gemeinsamen künstlerischen Aktivitäten. Die Projekte von KLONK ergeben sich aus der Schnittmenge von Themen und Formaten, die wir beide aus unserer jeweiligen Arbeit mitbringen: Natur und Ökologie, Textilkunst und Upcycling, Geräuschcollagen und Rauminstallationen seien hier als Beispiele genannt. Seit 2011 wurden verschiedene kleinere KLONK-Projekte als Radiostücke, Online-Audioveröffentlichungen und Performance realisiert.
Grünstreifen als erste Ausstellung von KLONK bündelt die Hauptmotive der bisherigen Arbeit.

Parallel zur Ausstellung erscheint die CD „For the Birds“ auf dem Label Recordings for the Summer. Sie enthält die in der Ausstellung zu hörenden Audioarbeiten sowie zwei thematisch verwandte Stücke.

Grünstreifen am Rand von Straßen oder Parkplätzen sind Versuche, in einer weitgehend technisierten Umwelt noch einen Anschein von Natürlichkeit zu wahren. Durch ihre Aufgesetztheit oder auch Hilflosigkeit mögen solche Grünstreifen, obwohl aus echtem Gras, bisweilen geradezu künstlich wirken. Um die Gegensätze von Natürlichkeit und Künstlichkeit sowie (nichtkommerzieller) Handarbeit und (kommerzieller) Industriefertigung geht es in allen Arbeiten der Ausstellung. Sie wurden speziell für die Räume der Galerie Extrawurst konzipiert. Die Leitmotive dabei sind Blumen und Vögel. Diese beiden Naturerscheinungen wurden in der Geschichte der Kunst besonders oft als stilisierte Ornamente eingesetzt. Als Schnittblumen und Ziervögel repräsentieren sie auch in unseren ansonsten künstlich erzeugten Wohn-Umwelten Reste von Natur. Ähnlich wie der Grünstreifen stehen sie damit für das doppelbödige Verhältnis des Menschen zur Natur, das zwischen Ausbeutung und Sehnsucht schwankt.

KLONK: For the Birds

KLONK: For the Birds

For the Birds (im Eingangsraum)
Die Installation For the Birds thematisiert das Verhältnis von Mensch und Natur in unserer Gegenwart, in der die Naturzerstörung fortschreitet, während auf der anderen Seite die Techniken für die Simulation künstlicher Natur immer alltäglicher werden. Die akustische Ebene besteht aus einer Endlosschleife, basierend auf je zwei Aufnahmen von echtem Vogelgesang von unterschiedlichen Orten Europas sowie aus je zwei Aufnahmen von künstlichem Vogelgesang, wie er bei einem Computerspiel und einem modernen Digitalwecker aus den Lautsprechern dringt. Auf der visuellen Ebene wird der Ausstellungsraum mit Grünstreifen aus Dekorasen verfremdet. Dieser ist mit echten und künstlichen (textilen) Blumen besetzt. Während die Besucher_innen z.B. darüber rätseln, ob sie gerade einen echten oder einen künstlichen Vogel hören, sind sie dazu eingeladen, die (echten) Blumen zu gießen. Diese kleine Geste des Selbst-Aktivwerdens am Kunstwerk ist als Hinweis zu verstehen: darauf, dass es auch in einer naturfernen städtischen Umgebung die Option auf „mehr Natur“ gibt, etwa durch Urban-Gardening-Projekte, bei denen man z.B. Grünstreifen mit mehr als nur Gras bepflanzt.

KLONK: Metal Birds

KLONK: Metal Birds

Metal Birds (im Kühlraum)
Die Klangaufnahme, die hier zu hören ist, stammt aus dem Nationalpark Eifel. Wie bei allen Nationalparks ist dessen Ziel die Vermittlung eines möglichst „ursprünglichen“ Naturerlebnisses. Um das Hören auf das Vogelzwitschern zu fokussieren, wurde an einer Stelle im Wald ein Hörtrichter aus Metall aufgestellt. Während wir die Vogelstimmen aufnahmen, funktionierten wir den Trichter zum Percussion-Instrument um. Damit reagierten wir auf die Paradoxie, dass sogar in einem solchen vergleichsweise natürlichen Umfeld Natur ohne künstliche Hilfsmittel gar nicht mehr erlebbar scheint. Ähnlich ambivalent zeigt sich die visuelle Ebene aus künstlichen Vögeln, die auf dem schmalen Grat zwischen Niedlichkeit und Hässlichkeit balancieren.

KLONK: Hedgebird

KLONK: Hedgebird

Hedgebird (im Flur)
Die „Hecke“ (englisch hedge) aus Plastikblumen im Flur treibt das Spiel mit der Künstlichkeit auf die Spitze. Als Kontrast dazu dürfen sich die Besucher_innen ihre eigene Klangkulisse aus Naturgeräuschen zusammenmischen. Zur Verfügung stehen die Geräusche von Vögeln, Bienen, Grillen und einem Igel (englisch hedgehog), sowohl aus dem KLONK-Archiv als auch von der Open-Source-Webplattform freesound.org. Weitere Klangobjekte, die zum Einsatz kommen können, sind die Klänge von Fahrradklingeln aus der Sammlung der Selbsthilfewerkstatt Bikekitchen Augsburg. Damit gibt die Arbeit einen kleinen Eindruck davon, wie Städte klinge(l)n könnten, wenn der gleichförmig dröhnende Autoverkehr durch Fahrräder ersetzt würde. Die Arbeit wurde in Kooperation mit dem Arbeitskreis Urbane Gärten in der Lokalen Agenda 21 erstmals 2015 beim ersten Augsburger Park(ing) Day in der Maximilianstraße präsentiert. Der Park(ing) Day ist ein weltweiter Aktionstag, bei dem Parkplätze durch kreative Aktionen umgenutzt werden. Damit zeigt er auf, welcher Zugewinn an Lebensqualität in Städten durch eine Reduzierung des Autoverkehrs möglich wäre. Neben dem Audiomaterial von Hedgebird kam dabei auch schon der Rasenteppich zum Einsatz, der nun im Eingangsraum der Galerie Extrawurst Verwendung findet. Der nächste Augsburger Park(ing) Day ist am 16. September geplant.

Auch die Bilder in dieser Ausstellung entstanden teilweise aus dem Wunsch, gebrauchten Plastik- und Textil-Elementen durch Upcycling im Rahmen von Kunstwerken eine neue Funktion zu geben. Solche Ressourcen sparende Wiederverwendung von Materialien versuchen wir in unserer Arbeit so oft wie möglich zu praktizieren. Ziel ist es, unsere künstlerische Tätigkeit mit unseren praktischen und politischen Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit zu verbinden. Ein weiteres Beispiel: Textile Handarbeitstechniken finden nicht nur zum Herstellen von Häkelblumen für Ausstellungen Verwendung, sondern auch für Guerilla-Art-Interventionen im öffentlichen Raum, z.B. im Kontext der politischen Auseinandersetzung um die Streckenführung der Linie 5.

Passend dazu dient während unserer Ausstellung die Galerie Extrawurst am 10. Juni auch als Ort für den ersten Augsburger World Knit in Public Day, bei dem jede_r zum gemeinschaftlichen Stricken vorbeikommen kann. Denn Selbstorganisieren und Selbermachen auf lokaler Ebene sehen wir als wichtige Schritte hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise – einer Lebensweise, die dazu führen könnte, dass die reduzierten Grünstreifen in unserer Umwelt wieder breiter und bunter werden.

KLONK sind Tine Klink und Gerald Fiebig (beide Jahrgang 1973). Tine Klink alias Oda Klonk arbeitet mit ihrem Unternehmen Bunt und draußen – Krea(k)tivwerkstatt für Kunst und Natur an der Schnittstelle von Umweltbildung und Kunstpädagogik. Die Themen ihrer Workshops reichen von klimafreundlicher Ernährung bis zu Land Art im Stadtraum. Neben ihrer künstlerischen Arbeit, in der Textilarbeiten und Upcycling eine zentrale Rolle spielen, ist sie Sprecherin des Arbeitskreises Urbane Gärten in der Lokalen Agenda 21. Der Grow Up! Interkultureller Garten Augsburg e.V., in dessen Vorstand sie tätig ist, wurde 2016 mit dem Zukunftspreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet.

Gerald Fiebig alias Otto Klonk arbeitet in seinen Klanginstallationen und -performances häufig mit Geräuschen der natürlichen wie auch der technischen Umwelt. Seine Klanginstallation Private Transport (mit Alexander Möckl), die seit 2012 in der Pferseer Unterführung zu hören ist, macht den Motorenlärm in der Unterführung zum Gegenstand. Dabei „belohnt“ sie Fußgänger und Radfahrer, weil sie aus dem Inneren von Kraftfahrzeugen heraus gar nicht hörbar ist. Für seine Klanginstallationen erhielt Fiebig unter anderem ein TONSPUR-Artist-in-Residence-Stipendium vom quartier21/MuseumsQuartier in Wien und den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Bildende Kunst.

Tine Klink: www.tineklink.de | www.bunt-und-draussen.de | www.facebook.com/buntunddraussen
Gerald Fiebig: http://www.geraldfiebig.net | www.facebook.com/GeraldFiebigAudioArt
Recordings for the Summer: www.recordingsforthesummer.de
Bikekitchen Augsburg: www.bikekitchen-augsburg.de

Sounding Paintings

„Farben sind Schwingungen des Lichts, Töne Schwingungen der Luft. […] Es müsste sich doch berechnen lassen, welche Lichtschwingungen mit welchen Tonschwingungen in Übereinstimmung gebracht werden könnten. Ja, das ist möglich.“ (www.uni-ulm.de/einrichtungen/emu/projekte/archiv/2014-blaue-musik/, 03.12.2016) Aber nach den Erkenntnissen der modernen Physik gibt es keine eindeutige, wissenschaftlich korrekte Übereinstimmung. (vgl. http://www.see-this-sound.at/kompendium/text/43/6, 03.12.2016) Bei der Umdeutung von Farben in Töne muss sich der Audiokünstler also eigene Regeln setzen – ähnlich wie der Maler bei der Gestaltung eines abstrakten Gemäldes. Gerald Fiebig benutzt den von dem Maler Johannes Itten entwickelten Farbkreis, der das sichtbare Farbspektrum in 12 Farbwerte unterteilt, um die 12 Halbtöne der temperierten Klaviertonleiter diesen Farbwerten zuzuordnen. Auf dieser Grundlage werden ihm die Gemälde zu Partituren für die Klangerzeugung, wobei er die Bilder mit zeitlichen Koordinaten versieht. Die so entstandenen Kompositionen arbeiten mit der Schichtung von Klangflächen und Spielgesten – ähnlich wie im Malprozess verschiedene Farbflächen nacheinander aufgetragen und durch grafische Gesten akzentuiert werden.

„Colours are vibrations of light, tones are vibrations of air. […] So it should be possible, which light frequencies can be made to correspond with which tone frequencies. Yes, it is possible.“ (https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/emu/projekte/archiv/2014-blaue-musik/, 2016-12-03, my translation) But according to the insights of modern physics, there is no direct, scientifically correct „match“ (cf. vgl. http://www.see-this-sound.at/kompendium/text/43/6, 2016-12-03). When transforming colours into tones, the sound artist is forced to set up his own rules for himself – much like the painter of an abstract painting. Gerald Fiebig uses the circle of colours devised by the painter Johannes Itten, which divides the spectrum of visible light into 12 colours. To each of these 12 colours, Fiebig assigns one of the 12 semitone of the tempered scale. On this basis, he uses the pictures as scores for creating sound by mapping time coordinates onto the pictures. The resulting compositions employ techniques of layering sound textures and gestures – similar to the process of painting in which layers of colour are superimposed onto one another and accentuated with graphical gestures.

Michael Herbst/Gerald Fiebig: Rückwärtsklicken

Für diese Installation habe ich Texte zu Michael Herbsts Fotos beigesteuert. Sound gibt es dazu aber auch, nämlich von Tom Simonetti (Rhytm Police, Die Hangonauten) – und zwar am Samstag, den 21.09.2013 von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Café am Milchberg in Augsburg im Rahmen des Kunstparcours.

Rückwärtsklicken

Wer sich näher für das Konzept der Arbeit interessiert, kann hier einen Text von Michael Herbst dazu lesen:

Rückwärtsklicken, 2010 – 2012

Folgt man dem Gedankenexperiment, sich Eindrücke und Erinnerungen als beständiges Reservoir vor das geistige Auge zu legen, so stellen sich zwei Fragen: Wie ordnen sich diese Lagerstätten und wie könnte man sich diese dauerhaft erschließen?
Die Politik bemüht sich seit jeher, das Gedenken und Erinnern als ideologisch aufgeladenen Akt zu inszenieren und ordnet damit große Teile ihres Aufgabengebietes, versammelt Individuen unter einem Claim, meistens „die Nation“, trennt und spaltet wieder auf. Subjektive Eindrücke können schon per se einer solchen Inszenierung nicht folgen, sind sie eben doch nur jedem Einzelnen vertraut, eignen sich nicht zur präzisen Beschreibung sowie Weitergabe, und erschließen sich nur vor dem jeweiligen vollständigen biografischen Hintergrund.
Wie Stiller bei Max Frisch richtig feststellt: „Man kann alles erzählen, nur nicht sein wirkliches Leben.“
Die vorliegende Arbeit versucht diesen Satz zu umgehen, ohne ihn als treffende Markierung des sozialen Miteinanders gänzlich zu vergessen. Auch wenn wir wollten: wir kommen nicht ohne intersubjektiv geteilte Wahrnehmungen aus, sind eben doch in unseren sozialen Kontexten gefangen, so sehr wir uns auch einreden, von diesen unabhängig zu sein, und uns gänzlich selbstbestimmen wollen.
Betrachten wir unsere Wahrnehmungen als Abraumhalden, die Ergebnis einer immer neuen Auseinandersetzung mit unserer Umwelt sind, die von uns bewusst und unbewusst geschaffen werden, so wird möglicherweise auch deutlich, dass diese Lagerstätten der „Wiederverwertung“ zugänglich gemacht werden können: Denken als Bergbau. Unsere Biografie als Gesteinsmasse, die wir aus unterschiedlichen Richtungen abtragen können, in die wir Stollen treiben, um zu den Lagerstätten vorzustoßen, die wir selbst angelegt haben und die wir kartografieren sollten, um uns zu vergewissern, dass wenigstens wir uns unser Leben erzählen können, wenn wir es schon anderen nicht berichten können. Ebenso bleiben damit auch die schwarzen Flecken der Erinnerung im Bilde, die wir auf unseren Landkarten zu umgehen versuchen, wenn wir uns bewusst nicht erinnern wollen und Vergangenes am liebsten aus unserem Gedächtnis streichen wollen. Gewissermaßen analog zu diesem Prozess wurde eine Anzahl von Fotografien angefertigt und lose arrangiert. Unabhängig davon wurden diese Fotografien als Startpunkt verstanden, jene Gedankengänge mit Worten zu begleiten und dem reinen visuellen Vorgang ein Korsett zu geben. Gleichzeitig treten auch die Bilder mit den Worten in ihren Dialog und ergänzen den Versuch, die Bilder als jene Masse zu verstehen, in die wir selbst unentwegt Probebohrungen jagen, um uns zu vergewissern, dass wir in der Lage sind, unsere Biografie geradlinig zu rekonstruieren. Der dabei gewählte Startpunkt ist gänzlich egal, begreifen wir unsere Vergangenheit und Gegenwart doch nur selten als reinen Ablauf von Ereignissen, der uns „zu dem machte, was wir heute sind“, denn als präsenten Gefühlszustand, dem wir uns immer wieder stellen müssen. Analog dazu tauchen Bilder und Worte in einem Dauerloop auf.
Durch das Erinnern wird die Vergangenheit nicht gebannt, sondern erst wirklich erfahren: bewusst benennbar, stimmhaft und spruchreif.

Gerald Fiebig: Pferseer Klangtrilogie

The ’sound trilogy‘ was created for three successive performances in the studios of the artists Anda Manea, Gabi Fischer & Günther Posch, and Gerti Papesch. It moves from Word to Noise to Tone, confronting Fiebig’s poetry and fragments thereof with the sound of Günther Posch’s sculptures and an acoustic interpretation of paintings by Gerti Papesch, who also painted the cover.

Die Klangtrilogie wurde für drei aufeinanderfolgende Performances in den Ateliers der Künstler*innen Anda Manea, Gabi Fischer & Günther Posch und Gerti Papesch entwickelt. Sie bewegt sich vom Wort über das Geräusch zum Ton, indem Fiebigs Lyrik (und Fragmente davon) konfrontiert wird mit dem Klang von Günther Poschs Skulpturen und einer akustischen Interpretation der Bilder von Gerti Papesch, die auch das Cover gemalt hat.

Gerald Fiebig / Bruno Kliegel / EMERGE: hörbar in Farbe

hörbar in Farbe

„Den Anfang macht Gerald Fiebig, der sich sichtlich am genauesten an die Bilder anlehnt und mit Synthesizer & etlichen Effekten beladen die drei auf der Inlay-Rückseite abgedruckten Gemälde mit jeweils einem Titel vertont. Ruhig und bedächtig entwickeln sich seine stetig mit Hall unterlegten, flächigen Kompositionen, die stets einen vibrierenden Tonus innehaben. … “Hörbar in Farbe” zeigt sich ob der unterschiedlichen Interpreten als ein in sich geschlossenes Werk, das auf interessante & unterschiedliche Art die Suche nach der klanglichen Interpretation von Bildern sucht. Im Spannungsfeld zwischen Noise und Ambient finden die drei Musiker jeweils ihren Weg, ohne das Ziel zu verlieren.“
MaGrAe, Kulturterrorismus