Voller Mond. Im Herbst – Gitarre – Gemälde – Gedichte

mit Alexander Möckl, Tine Klink und Gerald Fiebig  

Am 21. September 2022 um 20:00 Uhr im abraxas Theater präsentiert Alexander Möckl sein aktuelles Album „Ich Me Io“, das ausschließlich akustische Solo-Gitarrenstücke enthält, erstmals live. Unter dem Motto „(Wieder) Näher kommen!“ bzw. „Alte Freunde treffen (die man zu lange nicht mehr gesehen hat)“ lädt sich Alexander Möckl dazu Gäste ein, mit denen er bereits seit Jahrzehnten befreundet ist: Tine Klink und Gerald Fiebig.

Gerald Fiebig und Alexander Möckl haben zusammen bereits einige Projekte umgesetzt. Als „poembeat live!“ standen sie schon öfters gemeinsam auf der Bühne. Jetzt tun sie es wieder und doch ist es anders als sonst: Gerald Fiebig wird Gedichte lesen und Alexander Möckl Solo-Gitarren-Stücke spielen. Im Wechsel. Und nicht zusammen. Und doch auf einer Bühne.

Eine ganz neue Dimension erhält dieser Hör-Abend durch die visuelle Begleitung durch eine Video-Collage aus Bildern von Tine Klink. Auch Tine Klink und Gerald Fiebig haben (u.a. als Klang- und Konzeptkunst-Duo KLONK) schon mehrfach künstlerisch zusammengearbeitet. Dass Klinks Malerei und Fiebigs größtenteils unveröffentlichte Gedichte live aufeinandertreffen, ist jedoch eine Premiere, die sich Alexander Möckls Einladung verdankt.

Die LP „Ich Me Io“ erschien bereits 2021 auf dem Augsburger Label Randstock. Während die Musik in internationalen Fachkreisen wie dem Londoner „Wire“-Magazin und quer durch die USA Aufsehen erregt, konnte die Platte in Augsburg aufgrund der Pandemie bisher nicht live präsentiert werden.
Als Produzent, Songwriter und vor allem herausragender Gitarrist prägt Alexander Möckl seit mehr als drei Jahrzehnten das Augsburger Pop-Geschehen. Die Indie-Gitarrenband Pelvic Fins, seine Lyrikvertonungen als poembeat, das bluesbasierte Leadbelly Project, das Duo The Standals mit Steve Train sowie seine aktuelle Arbeit mit den Voodoophonics sind dabei nur einige wenige Schlaglichter auf seine enorm vielseitige und produktive Laufbahn.

Tickets für 10,- Euro hier: https://www.reservix.de/tickets-voller-mond-im-herbst-gitarre-gemaelde-gedichte-in-augsburg-kulturhaus-abraxas-am-21-9-2022/e1948857

Sounding Paintings

„Farben sind Schwingungen des Lichts, Töne Schwingungen der Luft. […] Es müsste sich doch berechnen lassen, welche Lichtschwingungen mit welchen Tonschwingungen in Übereinstimmung gebracht werden könnten. Ja, das ist möglich.“ (www.uni-ulm.de/einrichtungen/emu/projekte/archiv/2014-blaue-musik/, 03.12.2016) Aber nach den Erkenntnissen der modernen Physik gibt es keine eindeutige, wissenschaftlich korrekte Übereinstimmung. (vgl. http://www.see-this-sound.at/kompendium/text/43/6, 03.12.2016) Bei der Umdeutung von Farben in Töne muss sich der Audiokünstler also eigene Regeln setzen – ähnlich wie der Maler bei der Gestaltung eines abstrakten Gemäldes. Gerald Fiebig benutzt den von dem Maler Johannes Itten entwickelten Farbkreis, der das sichtbare Farbspektrum in 12 Farbwerte unterteilt, um die 12 Halbtöne der temperierten Klaviertonleiter diesen Farbwerten zuzuordnen. Auf dieser Grundlage werden ihm die Gemälde zu Partituren für die Klangerzeugung, wobei er die Bilder mit zeitlichen Koordinaten versieht. Die so entstandenen Kompositionen arbeiten mit der Schichtung von Klangflächen und Spielgesten – ähnlich wie im Malprozess verschiedene Farbflächen nacheinander aufgetragen und durch grafische Gesten akzentuiert werden.

„Colours are vibrations of light, tones are vibrations of air. […] So it should be possible, which light frequencies can be made to correspond with which tone frequencies. Yes, it is possible.“ (https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/emu/projekte/archiv/2014-blaue-musik/, 2016-12-03, my translation) But according to the insights of modern physics, there is no direct, scientifically correct „match“ (cf. vgl. http://www.see-this-sound.at/kompendium/text/43/6, 2016-12-03). When transforming colours into tones, the sound artist is forced to set up his own rules for himself – much like the painter of an abstract painting. Gerald Fiebig uses the circle of colours devised by the painter Johannes Itten, which divides the spectrum of visible light into 12 colours. To each of these 12 colours, Fiebig assigns one of the 12 semitone of the tempered scale. On this basis, he uses the pictures as scores for creating sound by mapping time coordinates onto the pictures. The resulting compositions employ techniques of layering sound textures and gestures – similar to the process of painting in which layers of colour are superimposed onto one another and accentuated with graphical gestures.