Schindler – Fiebig – Lillmeyer: NOISEJOICE. KlangReisen ins Ungewisse

schindler-fiebig-lillmeyer

16. Oktober 2014 / 20:30 Uhr | KONZERT
i-camp, Entenbachstraße 37, 81541 München

NOISEJOICE
KlangReisen ins Ungewisse. Ein Konzert von Schindler – Fiebig – Lillmeyer

Udo Schindler – Blasinstrumente
Harald Lillmeyer – Gitarre + Elektronik
Gerald Fiebig – Elektroakustik

Der Multiinstrumentalist, Komponist und Architekt Udo Schindler und Professor Harald Lillmeyer an der Elektrogitarre und Live-Elektronik sind ein seid Jahren in unterschiedlichen Besetzungen agierendes Team, u.a. mit Christoph Schiller oder Klaus-Peter Werani.

Für das Konzert NoiseJoice wird sich Gerald Fiebig hinzugesellen.
In dieser Besetzung spielten das Trio bereits beim 46. Salon für Klang+Kunst in Krailling im Juni 2014, über das die Süddeutsche Zeitung urteilte: „(…). Sich in diesen Kategorien mit analogen Instrumenten einzubringen, stellte Schindler vor eine anstrengende Aufgabe, erfordert es doch schon rein technisch viel Kraft, laut hörbare Geräusche ohne Verstärker zu erzeugen. Aber Schindlers Vokabular und Trickkiste – Zungenschnalzer durchs Mundstück, Kornettdämpfen mit einem Plastikbecher – ermöglichten es, das Klangspektrum der Geräusche reizvoll zu erweitern. Das Publikum war begeistert.“

Die improvisierte, teilweise geräuschorientierte Kammermusik formt Klangbilder und Geschichten und ist geprägt u.a. durch die Konfrontation der jeweiligen, nicht nur musikalischen Ursprünge der Spieler (freier Jazz, alte, experimentelle und zeitgenössische Musik, Textarbeiten, Poesie), der Gegenüberstellung elektronischer und akustischer Klänge, erweiterter Spieltechniken (Multiphonics, Mikrotonalität, Präparierungen, elektronische Klanggestaltung) und der Nichtidentifizierbarkeit der Klangerzeuger.

Der Improvisationsansatz reicht von kaum wahrnehmbaren, subtilen bis zu hoch-energetischen Soundereignissen.

Dauer: ca. 2 x 40 Min., mit Pause
Tickets: € 16.- / ermäßigt € 10.-
Reservierung: via tickets@i-camp.de, Online-Reservierung oder nach Verfügbarkeit an der Abendkasse.

Das Konzert von Schindler / Fiebig / Lillmeyer findet mit freundlicher Unterstützung durch i-camp/neues theater münchen statt.

Bildquelle: Marc Fischer/Brezenstudio.com

Knark Esion: Disturbed Communication

„When it works, it’s great – what sounds like hell’s vibraslap plays in time with a martial beat. Ominous, immense organ heralds the coming of a pissed demon.“ – Luke Martin, Cyclic Defrost

Sustained Development: Music for Bass Guitar 2010-2013

Music for Bass Guitar

Sounds improvised on the bass are used in the construction of the final pieces. The degree of cutting up and processing applied to the improvisations varies from piece to piece, but the compositional decisions made during the final edit always take precedence over the “live” element: “When cutting the prayer call in with hog grunts it doesn’t pay to be walking around the market place with a portable tape recorder.” (William S. Burroughs, Electronic Revolution)

01. Bass Determines Superstructure (for bass guitar) 02. Magnetic Tape (for bass guitar, electronics, voice, and samples) 03. We Are Here Because You Were There (for bass guitar, electronics, and samples) 04. Drone Blues (for bass guitar and electronics)

Gerald Fiebig: Piano Decay

Piano Decay

While staying in the Berlin apartment of Jürgen Schlöh Lehmann and Michael Herbst in early December 2012, I played a series of isolated notes on the defunct piano I found in the living room and recorded them with what equipment was at hand. The four pieces on this release were constructed from these recordings. A live version was performed at Quiet Cue, Berlin, on December 8, 2012. Thanks are due to Michael Herbst, Jürgen Schlöh Lehmann; and Nicolas Wiese, who commissioned me to play at Quiet Cue and thus inspired the creation of the live version. The photograph (copyright Michael Herbst) shows a detail of the actual piano.

Während meines Aufenthalts in der Wohnung von Jürgen Schlöh Lehmann und Michael Herbst in Berlin im Dezember 2012, spielte ich eine Reihe einzelner Noten auf dem kaputten Klavier, das ich dort im Wohnzimmer fand, und nahm sie mit dem Equipment auf, das ich gerade zur Hand hatte. Die hier veröffentlichten vier Stücke wurden aus diesen Aufnahmen konstruiert. Eine Livefassung wurde am 8. Dezember im Quiet Cue in Berlin aufgeführt. Mein Dank gilt Michael Herbst, Jürgen Schlöh Lehmann und Nicolas Wiese, der mich zu dem Auftritt im Quiet Cue eingeladen und damit die Livefassung angeregt hatte. Das Foto (Copyright Michael Herbst) zeigt ein Detail des bewussten Klaviers.

Sustained Development / EMERGE: Hörbar in Farbe live

„Im Mittelteil geben sich die Herren Gerald Fiebig (SUSTAINED DEVELOPMENT) & Sascha Stadlmeier (EMERGE) die Ehre, die gemeinsam am 19.02.2011 ein Konzert in der Galerie am Graben in Augsburg performten, das unter dem Banner “Hoerbar in Farbe” lief. Unvorhersehbare Wolke von Experimenten, beschreibt das Ergebnis von SUSTAINED DEVELOPMENT & EMERGE trefflichst, dessen “chaotische” Strukturen aus Rhythmik & Atmosphären gleichermaßen bestehen. Bestimmt nicht im ersten Hördurchlauf komplett zu erfassen, aber für Kenner improvisierter Inhalte ein Muss!“
RaF, Kulturterrorismus