KLONK: Klangdüker

Klangdüker

Bildquelle: Landschaftspflegeverband Augsburg

Klanginstallation im Rahmen der Blauen Stunden
Sa, 11. August / Sa, 8. September 2018 jeweils 18.30–23 Uhr
Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1, Augsburg

Das ausgeklügelte System von Lechkanälen und Quellbächen im Siebentischwald ist ein wesentlicher Bestandteil der historisch einmaligen Wasserversorgung Augsburgs. Düker sind unterirdische Rohrleitungen, mit denen sich Wasserläufe kreuzen können, ohne sich zu vermischen. Düker sind im Stadtwald Augsburg besonders wichtig, damit sich Quellbäche und Lechkanäle nicht vermischen. Die Quellbäche haben nämlich Trinkwasserqualität, aber die Kanäle enthalten Sedimente aus dem Lech.

Das Duo KLONK (Tine Klink und Gerald Fiebig) hat mit einem Hydrofon (Unterwassermikrofon) die Fließgeräusche verschiedener Bäche und Kanäle im Siebentischwald aufgenommen. Im Mittelpunkt steht der Klang des Siebenbrunner Bachs (einer der Lechkanäle). Er wurde aber nicht „naturbelassen“, sondern mit elektronischen Effekten musikalisiert. Diese Klangveränderung steht symbolisch für die Sedimente, die die Wasserqualität des Siebenbrunner Bachs verändern.

Während der Blauen Stunden wird der Viermetzhof des Maximilianmuseums zum „Klangdüker“. In ihm mischt sich der schwebende Klang, der aus dem Siebenbrunner Bach gewonnen wurde, mit realistisch klingenden Hydrofon-Aufnahmen aus dem Zigeunerbach und dem Grenzgraben sowie mit dem Klang des Augsburger Wassers, das von oben nach unten „live“ durch den Viermetzhof fließt.

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