KLONK: Gedächtnisverstörung

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Unter dem Titel „Gedächtnisverstörung“ zeigt das Augsburger Klang- und Konzeptkunst-Duo KLONK (Tine Klink und Gerald Fiebig) von 09. bis 16. Februar Installationen und Objekte in der Galerie am Graben in Augsburg, Oberer Graben 13. Die Vernissage findet am Samstag, 08. Februar ab 19:00 Uhr statt. Es spricht Sebastian Kochs. Um 20:00 Uhr folgt eine Klangperformance von Gerald Fiebig und ein Konzert der Wiener Musikerin Julia Zemanek aka The Bassenger (Bass, Elektronik und Gesang).

Die Ausstellung ist geöffnet am Sonntag, 09.02. von 14:00 bis 17:00 Uhr; von Montag, 10.02. bis Freitag, 14.02. von 17:00 bis 20:00 Uhr; am Samstag, 15.02. von 11:00 bis 17:00 Uhr. Am Sonntag, 16.02. findet von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr die Finissage mit Sektfrühstück statt. Währenddessen sind in der Galerie klangkünstlerische Arbeiten des Duos KLONK zu hören, größtenteils als Uraufführung.

„Gedächtnisverstörung“ befasst sich mit den Themen Erinnern und Vergessen bzw. Verdrängen unter subjektiv-autobiografischen, aber auch gesellschaftlichen Aspekten. (Klang-) Speichermedien als Metaphern für das Gedächtnis finden in der Ausstellung ebenso Verwendung wie autobiografische Erinnerungsstücke.

Das Thema Demenz spielt ebenso eine Rolle wie der erinnerungskulturelle Umgang mit nationalsozialistischen Bauten oder die kollektive Amnesie in Bezug auf die koloniale Vergangenheit Deutschlands. Das Rahmenprogramm der Ausstellung in der Galerie am Graben lädt mit drei ca. einstündigen Veranstaltungen zum Austausch über diese Themen ein:

 

Mittwoch, 12.02. um 18:30 Uhr

Rassistisches Dreikönigstreffen? Warum das M-Wort nicht besser ist als das N-Wort

Kurzvortrag und Gespräch mit der Gruppe „Augsburg Postkolonial“

 

Donnerstag, 13.02. um 18:30 Uhr

Demenz: die hellen und die dunklen Seite dieser „Gedächtnis-ver-störung“

Claudia Zerbe und Doris Kettner vom KompetenzNetz Demenz gehen mit dem Publikum in Erfahrungsaustausch und Spurensuche zum Thema Demenz. Als Ausgangspunkte dienen Exponate der Ausstellung, Texte und persönliche Erfahrungen der Teilnehmenden. Die Besucher*innen erhalten so die Möglichkeit, sich über die negativen Seiten der Demenz auszutauschen und bereichernde, positive Aspekte zu entdecken.

 

Freitag, 14.02. um 18:00 Uhr

Wo ist der Haken? – Vom Umgang mit architektonischen Spuren der NS-Zeit

Kurzvortrag und Gespräch mit Dr. Barbara Wolf vom Architekturmuseum der Technischen Universität München

 

Tine Klink (bildende Künstlerin und Betreiberin des Kreativraums Pfersee) und Gerald Fiebig (Audiokünstler und Träger des Augsburger Kunstförderpreises) bilden seit 2011 das Klang- und Konzeptkunst-Duo KLONK. Ihre erste gemeinsame Ausstellung „Grünstreifen“ fand 2017 in der Galerie Extrawurst statt. Im selben Jahr erschien ihre CD „For the Birds“ auf dem Leipziger Label Recordings for the Summer. Ihre Klanginstallationen waren in Augsburg u.a. bereits bei der Langen Kunstnacht und im Maximilianmuseum zu hören.

ELEVEN minutes

Group exhibition „onAiR2“ by artists in residence at ELEVEN artspace,
Kunst in der Glashalle im Landratsamt Tübingen, Wilhelm-Keil-Str. 50, 72072 Tübingen
6 to 31 August 2018, Mo – Fr, 8.00 – 18.00

#kunstortelevenartspace

 

ELEVEN minutes“ (audio loop, 11’00“)

One day during my 2018 residency at ELEVEN artspace, in the hour between eleven a.m. and noon, I recorded eleven minutes of ambience in the patio of the artspace (then very quiet because all the resident artists were probably at work). These eleven minutes of near silence are the basis for „ELEVEN minutes“. For the installation, they were processed in various ways, among others with a filter effect employing the note E (for ELEVEN) and the frequency of 600 Hz (6 being the number of letters in ELEVEN). This rich sonic texture created out of silence is my homage to the way in which the tranquil atmosphere of ELEVEN artspace has enabled me to focus on new works.

ELEVEN minutes“ (Audio-Loop, 11’00“)

Das Konzept dieses Stücks spielt mit der englischen Bedeutung des Wortes ELEVEN: der Zahl 11. An einem Tag während meines Aufenthalts im Kunsort ELEVEN 2018 nahm ich in der Stunde zwischen 11:00 Uhr und Mittag 11 Minuten lang die Umgebungsklänge im Innenhof des Kunstorts auf. Es war ziemlich still, da wohl alle Künstler*innen bei der Arbeit waren. Diese 11 Minuten fast völliger Stille sind die Basis von „ELEVEN minutes“. Für die Installation wurden sie auf verschiedene Arten bearbeitet, u.a. mit einem Filtereffekt auf der Basis der Note E (wie ELEVEN) und der Frequenz 600 Hz (weil ELEVEN 6 Buchstaben hat). Diese aus Stille gemachten, aber doch vielschichtigen Klangflächen sind meine Hommage an die ruhige Atmosphäre des Kunstorts ELEVEN, die mir die intensive Konzentration auf neue Arbeiten ermöglicht hat.

 

KLONK: Klangdüker

Klangdüker

Bildquelle: Landschaftspflegeverband Augsburg

Klanginstallation im Rahmen der Blauen Stunden
Sa, 11. August / Sa, 8. September 2018 jeweils 18.30–23 Uhr
Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1, Augsburg

Das ausgeklügelte System von Lechkanälen und Quellbächen im Siebentischwald ist ein wesentlicher Bestandteil der historisch einmaligen Wasserversorgung Augsburgs. Düker sind unterirdische Rohrleitungen, mit denen sich Wasserläufe kreuzen können, ohne sich zu vermischen. Düker sind im Stadtwald Augsburg besonders wichtig, damit sich Quellbäche und Lechkanäle nicht vermischen. Die Quellbäche haben nämlich Trinkwasserqualität, aber die Kanäle enthalten Sedimente aus dem Lech.

Das Duo KLONK (Tine Klink und Gerald Fiebig) hat mit einem Hydrofon (Unterwassermikrofon) die Fließgeräusche verschiedener Bäche und Kanäle im Siebentischwald aufgenommen. Im Mittelpunkt steht der Klang des Siebenbrunner Bachs (einer der Lechkanäle). Er wurde aber nicht „naturbelassen“, sondern mit elektronischen Effekten musikalisiert. Diese Klangveränderung steht symbolisch für die Sedimente, die die Wasserqualität des Siebenbrunner Bachs verändern.

Während der Blauen Stunden wird der Viermetzhof des Maximilianmuseums zum „Klangdüker“. In ihm mischt sich der schwebende Klang, der aus dem Siebenbrunner Bach gewonnen wurde, mit realistisch klingenden Hydrofon-Aufnahmen aus dem Zigeunerbach und dem Grenzgraben sowie mit dem Klang des Augsburger Wassers, das von oben nach unten „live“ durch den Viermetzhof fließt.

Echoraum Cadolzburg / Cadolzburg Echo Space

In dem 2017 eröffneten Museum „HerrschaftsZeiten – Erlebnis Cadolzburg“ im Schloss Cadolzburg dient die Klanginstallation „Echoraum Cadolzburg“ von Gerald Fiebig zur Bespielung eines Raums, der baulich nicht rekonstruierbar ist. Die Installation wechselt zwischen Geräuschkulissen und musikalischen Passagen, um die Besucher*innen zur Auseinandersetzung mit dem Raum und dem Problem der „Authentizität“ in Museen anzuregen. Der musikalische Strang zitiert musikalische Stile aus der jahrhundertelangen Geschichte der Burg. Der Geräuschstrang dekonstruiert nach und nach eine „Burg-Geräuschkulisse“, wie man sie aus Filmsoundtracks kennt. Die Burgklänge wurden von Heiko Schlachter (Audiobooking) komponiert. Die technische Einrichtung der Hardware plante und realisierte Georg Sturm (Sturm & Sterne). „Echoraum Cadolzburg“ entstand als Auftragsarbeit für die Bayerische Schlösserverwaltung und wurde kuratiert von Dr. Uta Piereth und Dr. Sebastian Karnatz.

Burg Cadolzburg
audiobooking
Sturm und Sterne

The museum „A Castle and Its Lords“ at Cadolzburg castle in Germany, opened in 2017, uses the sound installation „Echoraum Cadolzburg / Cadolzburg Echo Space“ by Gerald Fiebig to present aspects of the building’s history that could not be materially reconstructed. The installation alternates between sound effects and musical signifiers to engage visitors with their environment and to spark reflection on the problems of “authenticity” in museums. While the musical thread offers quotes from musical styles representing the castle’s history, the sound thread gradually deconstructs a “castle soundscape” inspired by film soundtracks. The basic soundscape was composed by Heiko Schachter @ audiobooking. The hardware installation was planned and realised by Georg Sturm @ Sturm und Sterne. „Cadolzburg Echo Space“ was commissioned by the Bavarian Palace Department and curated by Dr Uta Piereth and Dr Sebastian Karnatz.

Burg Cadolzburg
audiobooking
Sturm und Sterne

Grünstreifen – Klang- und Rauminstallationen von KLONK (Tine Klink & Gerald Fiebig) in der Galerie Extrawurst, Augsburg

KLONK (Tine Klink und Gerald Fiebig)
Grünstreifen
Klang- und Rauminstallationen – Upcycling-Kunst
Galerie Extrawurst, Augsburg, 07. Mai bis 18. Juni 2017

KLONK ist der Sammelname für unsere gemeinsamen künstlerischen Aktivitäten. Die Projekte von KLONK ergeben sich aus der Schnittmenge von Themen und Formaten, die wir beide aus unserer jeweiligen Arbeit mitbringen: Natur und Ökologie, Textilkunst und Upcycling, Geräuschcollagen und Rauminstallationen seien hier als Beispiele genannt. Seit 2011 wurden verschiedene kleinere KLONK-Projekte als Radiostücke, Online-Audioveröffentlichungen und Performance realisiert.
Grünstreifen als erste Ausstellung von KLONK bündelt die Hauptmotive der bisherigen Arbeit.

Parallel zur Ausstellung erscheint die CD „For the Birds“ auf dem Label Recordings for the Summer. Sie enthält die in der Ausstellung zu hörenden Audioarbeiten sowie zwei thematisch verwandte Stücke.

Grünstreifen am Rand von Straßen oder Parkplätzen sind Versuche, in einer weitgehend technisierten Umwelt noch einen Anschein von Natürlichkeit zu wahren. Durch ihre Aufgesetztheit oder auch Hilflosigkeit mögen solche Grünstreifen, obwohl aus echtem Gras, bisweilen geradezu künstlich wirken. Um die Gegensätze von Natürlichkeit und Künstlichkeit sowie (nichtkommerzieller) Handarbeit und (kommerzieller) Industriefertigung geht es in allen Arbeiten der Ausstellung. Sie wurden speziell für die Räume der Galerie Extrawurst konzipiert. Die Leitmotive dabei sind Blumen und Vögel. Diese beiden Naturerscheinungen wurden in der Geschichte der Kunst besonders oft als stilisierte Ornamente eingesetzt. Als Schnittblumen und Ziervögel repräsentieren sie auch in unseren ansonsten künstlich erzeugten Wohn-Umwelten Reste von Natur. Ähnlich wie der Grünstreifen stehen sie damit für das doppelbödige Verhältnis des Menschen zur Natur, das zwischen Ausbeutung und Sehnsucht schwankt.

KLONK: For the Birds

KLONK: For the Birds

For the Birds (im Eingangsraum)
Die Installation For the Birds thematisiert das Verhältnis von Mensch und Natur in unserer Gegenwart, in der die Naturzerstörung fortschreitet, während auf der anderen Seite die Techniken für die Simulation künstlicher Natur immer alltäglicher werden. Die akustische Ebene besteht aus einer Endlosschleife, basierend auf je zwei Aufnahmen von echtem Vogelgesang von unterschiedlichen Orten Europas sowie aus je zwei Aufnahmen von künstlichem Vogelgesang, wie er bei einem Computerspiel und einem modernen Digitalwecker aus den Lautsprechern dringt. Auf der visuellen Ebene wird der Ausstellungsraum mit Grünstreifen aus Dekorasen verfremdet. Dieser ist mit echten und künstlichen (textilen) Blumen besetzt. Während die Besucher_innen z.B. darüber rätseln, ob sie gerade einen echten oder einen künstlichen Vogel hören, sind sie dazu eingeladen, die (echten) Blumen zu gießen. Diese kleine Geste des Selbst-Aktivwerdens am Kunstwerk ist als Hinweis zu verstehen: darauf, dass es auch in einer naturfernen städtischen Umgebung die Option auf „mehr Natur“ gibt, etwa durch Urban-Gardening-Projekte, bei denen man z.B. Grünstreifen mit mehr als nur Gras bepflanzt.

KLONK: Metal Birds

KLONK: Metal Birds

Metal Birds (im Kühlraum)
Die Klangaufnahme, die hier zu hören ist, stammt aus dem Nationalpark Eifel. Wie bei allen Nationalparks ist dessen Ziel die Vermittlung eines möglichst „ursprünglichen“ Naturerlebnisses. Um das Hören auf das Vogelzwitschern zu fokussieren, wurde an einer Stelle im Wald ein Hörtrichter aus Metall aufgestellt. Während wir die Vogelstimmen aufnahmen, funktionierten wir den Trichter zum Percussion-Instrument um. Damit reagierten wir auf die Paradoxie, dass sogar in einem solchen vergleichsweise natürlichen Umfeld Natur ohne künstliche Hilfsmittel gar nicht mehr erlebbar scheint. Ähnlich ambivalent zeigt sich die visuelle Ebene aus künstlichen Vögeln, die auf dem schmalen Grat zwischen Niedlichkeit und Hässlichkeit balancieren.

KLONK: Hedgebird

KLONK: Hedgebird

Hedgebird (im Flur)
Die „Hecke“ (englisch hedge) aus Plastikblumen im Flur treibt das Spiel mit der Künstlichkeit auf die Spitze. Als Kontrast dazu dürfen sich die Besucher_innen ihre eigene Klangkulisse aus Naturgeräuschen zusammenmischen. Zur Verfügung stehen die Geräusche von Vögeln, Bienen, Grillen und einem Igel (englisch hedgehog), sowohl aus dem KLONK-Archiv als auch von der Open-Source-Webplattform freesound.org. Weitere Klangobjekte, die zum Einsatz kommen können, sind die Klänge von Fahrradklingeln aus der Sammlung der Selbsthilfewerkstatt Bikekitchen Augsburg. Damit gibt die Arbeit einen kleinen Eindruck davon, wie Städte klinge(l)n könnten, wenn der gleichförmig dröhnende Autoverkehr durch Fahrräder ersetzt würde. Die Arbeit wurde in Kooperation mit dem Arbeitskreis Urbane Gärten in der Lokalen Agenda 21 erstmals 2015 beim ersten Augsburger Park(ing) Day in der Maximilianstraße präsentiert. Der Park(ing) Day ist ein weltweiter Aktionstag, bei dem Parkplätze durch kreative Aktionen umgenutzt werden. Damit zeigt er auf, welcher Zugewinn an Lebensqualität in Städten durch eine Reduzierung des Autoverkehrs möglich wäre. Neben dem Audiomaterial von Hedgebird kam dabei auch schon der Rasenteppich zum Einsatz, der nun im Eingangsraum der Galerie Extrawurst Verwendung findet. Der nächste Augsburger Park(ing) Day ist am 16. September geplant.

Auch die Bilder in dieser Ausstellung entstanden teilweise aus dem Wunsch, gebrauchten Plastik- und Textil-Elementen durch Upcycling im Rahmen von Kunstwerken eine neue Funktion zu geben. Solche Ressourcen sparende Wiederverwendung von Materialien versuchen wir in unserer Arbeit so oft wie möglich zu praktizieren. Ziel ist es, unsere künstlerische Tätigkeit mit unseren praktischen und politischen Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit zu verbinden. Ein weiteres Beispiel: Textile Handarbeitstechniken finden nicht nur zum Herstellen von Häkelblumen für Ausstellungen Verwendung, sondern auch für Guerilla-Art-Interventionen im öffentlichen Raum, z.B. im Kontext der politischen Auseinandersetzung um die Streckenführung der Linie 5.

Passend dazu dient während unserer Ausstellung die Galerie Extrawurst am 10. Juni auch als Ort für den ersten Augsburger World Knit in Public Day, bei dem jede_r zum gemeinschaftlichen Stricken vorbeikommen kann. Denn Selbstorganisieren und Selbermachen auf lokaler Ebene sehen wir als wichtige Schritte hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise – einer Lebensweise, die dazu führen könnte, dass die reduzierten Grünstreifen in unserer Umwelt wieder breiter und bunter werden.

KLONK sind Tine Klink und Gerald Fiebig (beide Jahrgang 1973). Tine Klink alias Oda Klonk arbeitet mit ihrem Unternehmen Bunt und draußen – Krea(k)tivwerkstatt für Kunst und Natur an der Schnittstelle von Umweltbildung und Kunstpädagogik. Die Themen ihrer Workshops reichen von klimafreundlicher Ernährung bis zu Land Art im Stadtraum. Neben ihrer künstlerischen Arbeit, in der Textilarbeiten und Upcycling eine zentrale Rolle spielen, ist sie Sprecherin des Arbeitskreises Urbane Gärten in der Lokalen Agenda 21. Der Grow Up! Interkultureller Garten Augsburg e.V., in dessen Vorstand sie tätig ist, wurde 2016 mit dem Zukunftspreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet.

Gerald Fiebig alias Otto Klonk arbeitet in seinen Klanginstallationen und -performances häufig mit Geräuschen der natürlichen wie auch der technischen Umwelt. Seine Klanginstallation Private Transport (mit Alexander Möckl), die seit 2012 in der Pferseer Unterführung zu hören ist, macht den Motorenlärm in der Unterführung zum Gegenstand. Dabei „belohnt“ sie Fußgänger und Radfahrer, weil sie aus dem Inneren von Kraftfahrzeugen heraus gar nicht hörbar ist. Für seine Klanginstallationen erhielt Fiebig unter anderem ein TONSPUR-Artist-in-Residence-Stipendium vom quartier21/MuseumsQuartier in Wien und den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Bildende Kunst.

Tine Klink: www.tineklink.de | www.bunt-und-draussen.de | www.facebook.com/buntunddraussen
Gerald Fiebig: http://www.geraldfiebig.net | www.facebook.com/GeraldFiebigAudioArt
Recordings for the Summer: www.recordingsforthesummer.de
Bikekitchen Augsburg: www.bikekitchen-augsburg.de

Ortsverschiebungen – Eri Kassnel, Jakob Krattiger, Gerald Fiebig

Neue Galerie im Höhmannhaus, Maximilianstr. 48, 86150 Augsburg
Ausstellung: 27. Januar bis 17. April 2017
Vernissage: Fr, 27. Januar um 19:30 Uhr

Entgegen dem landläufigen Sprachgebrauch werden Orte nicht nur durch ihre Lage im Raum bestimmt, sondern auch in der Zeit – ob historisch oder biografisch, kalendarisch oder meteorologisch.

So definieren die Künstler Eri Kassnel, Jakob Krattiger und Gerald Fiebig den Ausgangspunkt ihrer Zusammenarbeit.
Die Wechselbeziehungen zwischen Orten und Zeitlichkeit erforschen sie in dieser gemeinsamen Ausstellung, die sie für die Neue Galerie im Höhmannhaus konzipiert haben.

Eri Kassnel (*1973) inszeniert in ihren Foto- und Videoinstallationen Doina und Rückkehr ins Paradies den Zusammenhang von Ort und Erinnerung, Heimat und Migration.

Jakob Krattiger (*1974) untersucht in einer Art dokumentarischer Meditation mit seiner Fotoserie die Veränderung eines Ortes anhand des ehemaligen Augsburger NCR-Hochhauses.

Die Klanginstallation orts/zeit/verschiebung von Gerald Fiebig (*1973) entsteht aus einer Performance während der Eröffnung der Ausstellung. Sie verbindet die Themen der visuellen Arbeiten von Kassnel und Krattiger auf akustischer Ebene mit dem Galerieraum.

Klonk: Hedgebird

Klonk: Hedgebird

Samstag, 19. September 2015 von 11:00 bis 15:00 Uhr
Maximilianstraße, Augsburg

Klonk (Tine Klink und ich) steuern zu dieser Veranstaltung eine interaktive Klanglandschaft mit dem Titel „Hedgebird“ bei – mit etwas Hilfe von der Bikekitchen Augsburg und den freesound.org-Nutzern juskiddink, j-zazvurek und soundscalpel.com.

Klonk (Tine Klink and I) will contribute an interactive soundscape installation called „Hedgebird“ to this event – with a little help from freesound.org users juskiddink, j-zazvurek, soundscalpel.com, and from Bikekitchen Augsburg.