Asche zu Farbgut Festival, Augsburg – neue Installation und Soundperformance

Infos zum Festival auf dem Gelände des Gaswerks Oberhausen in Augsburg und den Tickets hier: Asche zu Farbgut

Neue Arbeiten von Gerald Fiebig für „Asche zu Farbgut“ im Auftrag der Künstlergruppe 38/40:

„Echoes of Industry“ – Installation
Zwei Augsburger Industriedenkmäler klingen zusammen: Maschinen aus dem Textilmuseum (und andere Geräusche) hallen im Gasometer nach. Mit einem Radiostück gleichen Titels dieser Arbeit war das Augsburger Gaswerk sogar bereits in Australien zu hören! Die Installation ist aber eine komplett neue Arbeit.
Zu hören ist sie zu folgenden Zeiten im großen Gasometer:
Do 15.09. um 17:30-18:15 und 22:30-23:00
Fr 16.09. um 17:00-17:30
Sa 17.09. um 15:30-16:00 und 22:00-22:30
So 18.09. um 17:00-17:30

Ohrentauchen mit Echolot – Soundperformance
Mit verschiedenen akustischen Klangerzeugern (ohne Verstärkung) wird der Hallraum des Gasometers ausgelotet. Das zurückkehrende Echo wird zum zweiten Mitspieler bei dieser Soloperformance.
Fr 16.09. um 21:00 (Dauer ca. 30 Minuten)
So 18.09. um 14:00 (Dauer ca. 30 Minuten)

Ships in the Night

Mohammed Jammo ESCaped from war-torn Syria on a ship across the Mediterranean. He nearly drowned because the Italian and Maltese navies tried for hours to ESCape their responsibilities for saving the damaged ship. This is Europe’s current situation in a nutshell: instead of pooling resources to accommodate refugees, many countries are searching for a political ESCape sequence from European solidarity. This aspect of missing out/failing is manifested in the piece in the contrast between “real-world” ship horns (from freesound.org) and “abstract” electronically generated waves, all based on the notes E flat (in German: ES) and C.

Mohammed Jammo entkam (ESCape) aus dem vom Krieg zerrissenen Syrien. Als sein Schiff auf dem Mittelmeer in Seenot geriet, ertrank er beinahe: Die italienische und die maltesische Marine versuchten stundenlang, sich der Verantwortung für die Rettung des Schiffs zu entziehen (ESCape). Seine Geschichte bringt die aktuelle Gesamtsituation in Europa auf den Punkt: Statt die Kräfte zu bündeln, um Flüchtlinge aufzunehmen, suchen viele Staaten eine politische ESCape-Sequenz aus der europäischen Solidarität. Diesen Aspekt des Verfehlens/Im-Stich-Lassens thematisiert das Stück durch den Kontrast zwischen „realen“ Schiffshörnern (von freesound.org) und „abstrakten“ elektronisch erzeugten Wellen, die alle auf den Notenwerten ES und C basieren.

Gerald Fiebig: „Stördämpfung“ (Beatrice Ottmann – Stimme, Stefan Schulzki – Klavier und Elektronik)

Samstag, 18.6.2016
17:00 Uhr

Schwere Reiter
Dachauerstr. 114 | München
Tram 12, 20, 21, Bus 53 – Leonrodplatz

#MGNM20Gastspiel

Musiker aus Augsburg spielen Werke von Augsburger und Münchner Komponisten: Ein Austauschprojekt mit der Augsburger Gesellschaft für Neue Musik.
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Münchner Gesellschaft für Neue Musik

Genaues Programm und Besetzung unter:
www.mgnm.de

Gerald Fiebig: Cross Talk / Piano Decay 6 @ EMU-Symposion, Ulm – 03. Juni 2016

Freitag, 3. Juni 2016 – EMU-Symposion im Multimediaraum, N27, Universität Ulm

19:00 Uhr Eröffnung durch Prof. Dr.-Ing. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm

EMU-Ensemble
Christian Clement (Ulm) – Hans Reichel und sein Daxophon / Art lecture mit Hörbeispielen
Ein Bericht über ein aussergewöhnliches Musikinstrument und dessen Erfinder.

Matthias Kaul (Hamburg) – Solopercussion

Gerald Fiebig (Augsburg) – Cross Talk und Piano Decay 6 / elektroakustische Kompositionen

‚Cross Talk‘ entwirft eine akustische Utopie, in der Europa zu einer Konvergenzzone verschiedener Kulturen wird ein Gegenentwurf zu der aktuell in Europa um sich greifenden Tendenz zur Abschottung gegenüber dem ‚Fremden‘. Das Stück nutzt dafür religiös codierte Klänge von den West- und Ostgrenzen des so genannten ‚christlichen Abendlandes‘. Auf der Klangreise durch den Stereoraum von den Azoren (Stereo-Links) nach Istanbul (Stereo-Rechts) ist der Klang von der anderen Seite von Anfang an im Stück präsent wie das Übersprechen (Cross talk) im Audiokabel: ‚Eigenes‘ und ‚Fremdes‘ erscheinen untrennbar.

Helga Kölle-Köhler, Reinhard Köhler und Seda Büyüktürkler (Ulm/Augsburg) – time out of joint
Der Butoh-Tänzer Seda Büyüktürkler bezieht sich auf die japanischen Traditionen, gleichzeitig aber auch auf den europäischen Ausdruckstanz. Die Musik von Helga Kölle-Köhler und Reinhard Köhler hat wenig mit konventionellen musikalischen Kategorien zu tun. Auch sie bürsten alles, was wir kennen, gegen den Strich, und geraten dabei out of time. Ein ganz anderes Erleben gerät in den Fokus. – Die drei Künstler arbeiten seit 3 Jahren zusammen und schaffen irrlichternde Performances.

EMU-Ensemble – Butterbrot – synästhetische Komposition für 5 Spieler
Axel Baune – electronics / Andreas Grünvogel-Hurst – electronics / Christine Söffing – electronics / Diether Sommer – electronics / Brigitte Spielmann-Sommer – Stimme //

Jörg Schäffer (München) – TreeH17.reloaded / „WÜST“

Helmholtz-Ensemble (München) – akustische Interventionen mit live visuals
Peter Dietz – Pure Data / Veronica Hoffmann – Pure Data / Sebastian Loh – Pure Data / Martin Siegler – Pure Data / Diether Sommer – Pure Data / Dieter Trüstedt – Pure Data // Brigitte Spielmann-Sommer – live Visuals //

Anfahrt zum Forschungsgebäude N27

Anfahrt mit dem Auto: A8; Ausfahrt Ulm-West Richtung Zentrum auf die B10; dort 2. Ausfahrt „Wissenschaftsstadt/Eselsberg“; danach zwei mal jeweils bei der ersten Gelegenheit links abbiegen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Buslinie 3 vom Hauptbahnhof, Haltestelle „Botanischer Garten“

Adresse:
Universität Ulm
Forschungsgebäude N27, Multimediaraum
James-Franck-Ring/Meyerhofstraße
Oberer Eselsberg
D-89081 Ulm